Welchen Weg sollten Altkleider gehen?

  • Veröffentlicht am: 11. März 2011 - 11:19
Bei der Übergabe: Patrick Drenske, Rainhold Fahlbusch und Ulrich Müller

Grüne übergeben gesammelte Altkleider an das fairKauf Sozialkaufhaus

"Es ist den Menschen wichtig, dass sie mit ihrer Spende auch vor Ort etwas Gutes tun", sagte Reinhold Fahlbusch, Vorstandsvorsitzender von fairKauf, bei der Übergabe mehrerer Säcke Altkleider von den Grünen an das Sozialkaufhaus. Ulrich Müller, Geschäftsführer des Spangenberg-Sozial-Werkes, fügte hinzu: "Und genau hierbei unterstützen wir Einrichtungen wie fairKauf und andere Kleiderkammern oder Sozialkaufhäuser im gesamten Bundesgebiet. Die Arbeit der sozialen Einrichtungen wird gerade dann effektiv, wenn es eine überregionale Koordination der Güter gibt. Wenn es bei fairKauf in Hannover gerade an Latzhosen fehlt, diese aber in Bremen im Übermaß vorhanden sind, braucht es jemanden, der den Austausch organisiert. Das machen wir."

"In der Stadt Hannover gibt es zur Zeit 500 Altkleidercontainer, die jedoch fast ausschließlich von Unternehmen betrieben werden, welche sich nicht um ethische oder ökologische Belange kümmern", monierte Patrick Drenske, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Grünen im Bezirksrat Hannover-Nord. "Es ist uns ein Anliegen, die Bürgerinnen und Bürger über diesen Missstand zu informieren und auch Maßnahmen zu ergreifen, dass in Zukunft nur noch Unternehmen ihre Dienste anbieten, die der Allgemeinheit nutzen."

Bündnis 90 / Die Grünen hatten am Samstag, den 12. Februar auf dem Klagesmarkt gebrauchte Kleidungsstücke gesammelt. Ziel der Aktion war es, die Öffentlichkeit über verschiedene Möglichkeiten der Verwertung von Altkleidern zu informieren.